Kondolenzkarten

Texte und Gedichte für Ihre Kondolenzkarte

Der Schmerz ist ja auch von Gott gesandt, und so sehr sich
oft das Menschenherz dagegen sträubt, so ist er besonders
um ein teures Verstorbenes nicht selten der liebste Engel, der
uns auf dem einsamen  Wege begleitet, und der unser Herz dem Großen Reinen und Erhabenen zugänglicher  macht, als ohne ihn gewesen wäre.
(Adalbert Stifter)

Wie wenn da Leben wär nichts andres
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber gehn ins Nichts!

Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum,
es löst sich auf in tausend Teilchen 
und wimmelt durch den öden Raum.

Es waltet stets dasselbe Leben,
Natur geht ihren ewgen Lauf;
in tausend neu erschaffnen Wesen,
stehn diese tausend Teilchen auf.

Das Wesen aber ist verloren,
das nur durch ihren Bund bestand,
wenn nicht der Zufall die verstaubten
aufs Neue zu einem Sein verband.
(Theodor Storm)

Sucht das Leben wohl den Tod?
Oder sucht der Tod das Leben?
Können Morgenröte und das Abendrot
Sich auf halben Weg die Hände geben?

Die stille Nacht tritt mitten ein,
die sich der Liebenden erbarme!
Sie winkt; es flüstert: „Amen!“ – Mein und dein!
Da fallen sie sich zitternd in die Arme.
(Eduard Mörike)

Der Anfang, das Ende, o Herr, die sind Dein,
die Spanne dazwischen, das Leben war mein.
Und irr´ ich im Dunkeln und fand mich nicht aus,
bei Dir, Herr, ist Klarheit und licht ist Dein Haus!
(Grabspruch Fritz Reuters in Eisenach)

Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen.
(Maria von Ebner – Eschenbach)

Und so ist es ja die Todesstunde, auf die wir alle hinleben,
und in diesem Hinleben auf diese Stunde bewähren wir uns.
(Hugo von Hofmannsthal)

Kondolenztexte von Besucher

Datum Titel Beschreibung
01.05.2009 Die Stille Trauer Gedicht über Ruhe und Stille
16.04.2009 Die Brücke am Fluss Trauertext über Wege, die wir wählen
12.03.2009 Ohne dich Gedicht über das Vermissen und Trauern
08.01.2009 Ein anderer Tag Gedicht über die eigene Reflektion