Zitate traurig

Traurige Zitate für Ihre Kondolenzkarte

Traurige ZitateTraurige Zitate für jeden Anlass und zur freuen Verwendung. Gerne können Sie alle hier vorliegenden traurigen Zitate und Gedichte für Ihre Trauerkarte, Trauerrede uvm. verwenden. Die Rechte bleiben selbstversändlich beim jeweiligen Autor. Gerne dürfen Sie uns zur Veröffentlichung Ihr Zitat einrichen. Senden Sie uns hierfür einfach eine email (info@trauersprueche.net).

Mit freundlichen Grüßen

Wenn über stille Heide
des Modes Sichel schwebt,
mag lösen sich vom Leide
Herz, das im Leiden bebt.

Tritt vor aus deiner Kammer
und trage deinen Schmerz,
trage des Weltlaufs Jammer
der Ewigkeit ans Herz.

Das Ewige ist stille
laut die Vergänglichkeit;
schweigend geht Gottes Wille
Über den Erdenstreit.

In deinen Schmerzen schweige,
tritt in die stille Nacht;
das Haupt in Demut neige,
bald ist der Kampf vollbracht.

Schweige in deinem Schmerze!
Geh vor aus deinem Haus
und trag dein armes Herze
an Gottes Herz hinaus!

Weil nicht im dunklen Walde,
zwischen den Tannen nicht;
über die freie Halde
trag deinen schmerz ins Licht!

Wenn hinter dir versunken,
was Ohr und Auge bannt,
dann hält die Seele trunken
das Firmament umspannt.

Wie aus dem Nebelkleide
der Mond sich glänzend ringt,
so aus dem Erdenleide
aufwärts das Herz sich schwingt.

O Heide, stille Heide,
wie sehnet sich hinaus
zu dir das Herz im Leide
gefangen Herz im Haus!
(Wilhelm Raabe)

Warum geschah mir das? Warum, du Tod,
musst du mich lehren erst das Leben sehen,
nicht wie durch einen Schleier, wach und ganz,
da etwas weckend, so vorübergehen?
Warum bemächtigt sich des Kindersinns
so hohe Ahnung von den Lebensdingen,
dass dann die Dinge, wenn sie wirklich sind,
nur Schale Schauer des Erinnerns bringen?
Warum erklingt uns nicht dein Geigenspiel,
aufwühlend die verborgene Geisterwelt,
die unser Busen heimlich hält,
verschüttet, dem Bewusstsein so verschwiegen.
Wie Blumen im Geröll verschüttet liegen?
Könnt ich mit dir sein, wo man dich nur hört,
nicht von verworrner Kleinlichkeit verstört?
Ich kann´s! Gewähre, was du mir gedroht:
Da tot mein Leben war, sei du mein Leben, Tod!
Was zwingt mich, der ich beides nicht erkenne,
dass ich dich Tod und jenes Leben nenne?
In eine Stunde kannst du Leben pressen,
mehr als das ganze Leben konnte halten.
Das schattenhafte will ich ganz vergessen
und weh mich deinen Wunden und Gewalten

Kann sein, dies ist nur sterbendes Besinnen,
heraufgespült  vom tödlich wachen Blut,
doch hab ich nie mit allen Lebenssinnen
so viel ergriffen, und so nenn ich´s  gut!

Wenn ich jetzt ausgelöscht hin sterben soll,
mein Hirn von dieser Stunde also voll,
dann schwinde alles blasse Leben hin.
Erst, da ich sterbe, spür ich, dass ich bin.
Wenn einer träumt, so kann ein Übermaß
geträumten Fühlens ihn erwachen machen.
So wach ich jetzt, im Fühlensübermaß,
vom Lebenstraum wohl auf im Todeswachen.
(Hugo von Hofmannsthal)